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Wenige Widersprüche gegen Google Street View
Google Sreet View

Vor der Einführung von Google Street View in 20 deutschen Städten ist der Aufschrei groß gewesen: Datenschützer und große Teile der Bevölkerung sahen die Privatsphäre durch den Online-Dienst gefährdet. Doch nur 2,89 Prozent der derzeit betroffenen Haushalte wollen ihre Bilder nicht im Netz sehen und haben Widerspruch eingelegt.

Noch in diesem Jahr gibt es den Kartendienst Street View für die 20 größten Städte in Deutschland. In den letzten Monaten waren unzählige Google-Autos unterwegs und knipsten mit ihren Kameras fleißig Deutschlands Straßen und Häuser. Datenschützer und Bürger waren alles andere als begeistert von diesen Fotos: Die Aufnahmen, die später jedermann im Internet sehen kann, sollen teilweise die Privatsphäre der Bewohner verletzt haben.

Seit April letzten Jahres konnten Mieter und Hausbesitzer Google dazu auffordern, die Aufnahmen vor Start von Street View zu verpixeln und damit unkenntlich zu machen. Insgesamt haben Google bis zum Ablauf der Frist rund 250.000 Anträge erreicht, das entspricht 2,89 Prozent aller fotografierten Haushalte. Zwei von drei Anträgen wurden dabei nicht per Brief, sondern über das bereitgestellte Online-Tool eingereicht.

"Wir betreiben einen sehr großen Aufwand"

Google schrieb in seinem Blog, dass die Firma alles Mögliche versuche, um sicherzustellen, dass die Anträge richtig umgesetzt würden. Trotzdem könne man nicht zu 100 Prozent garantieren, dass jeder Antrag auch berücksichtigt wird. Google dazu: "Zum Beispiel sind in einigen Fällen die angegebenen Adressen nicht eindeutig zuzuordnen, weil Angaben nicht lesbar oder die Beschreibungen des Gebäudes nicht eindeutig waren."

Einspruch ist weiterhin möglich

Auch wenn ein Bild online ist, kann es nachträglich noch unkenntlich gemacht werden. Für alle Betroffenen gibt es weiterhin ein Online-Tool, mit dem man die Verpixelung von Häusern beantragen kann. Dies gilt auch für Autokennzeichen oder Gesichter, die durch Googles Technologie nicht stark genug verfremdet worden sind. (mf)

Welche 20 Städte werden bis Jahresende abgebildet?

Berlin, Bielefeld, Bochum, Bonn, Bremen, Dortmund, Dresden, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Frankfurt am Main, Hamburg, Hannover, Köln, Leipzig, Mannheim, München, Nürnberg, Stuttgart, Wuppertal

Alles Wissenswerte zu Google Street View gibt's hier zum Nachlesen!

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2 Kommentare

  • 1287657604
    Marcello
    Marcello
    am 21.10.2010

    Ich find Google Street View ja ganz klasse, aber in Gärten von anderen will und möchte ich nicht blicken!

  • 1282658294
    olliwood
    olliwood
    am 24.08.2010

    Das Google seine Kamera auf 3 Meter Höhe anbringt ist ja auch schon eine Verletzung der Privatsphäre, wenn man bedenkt das selten ein Zaun so hoch ist. Bei Häuserfassaden in einer Stadt finde ich das nicht schlimm. Aber die Argumentation, dass das ein "Street View" ist und jeder solche Fotos machen kann, hakt da schon. Wer läuft denn bitte mit einem 3 Meter Stativ rum und fotografiert in die Gärten. Das ist kein Street View, das ist auch "GardenView"

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